Wem gehört Zürich?

Zürich ist attraktiv geworden: Das Finanzzentrum mit seinen tiefen Steuern, der hohen Lebensqualität und seiner ausgezeichneten Infrastruktur zieht global agierende Unternehmen und deren hochbezahltes Personal an. Noch vor 20 Jahren zur A-Stadt erklärt, zur Stadt der Alten, Alleinstehenden, Ausländer, Armen, ArbeiterInnen, Auszubildenden, Abhängigen oder sonst „Anderen“, ist zum Immodorado geworden. Investoren bauen Eigentumswohnungen und hochpreisige Bürokomplexe, Hauseigentümer werten ihre Liegenschaften auf, Stadtverwaltung und Polizei säubern und hübschen den öffentlichen Raum für potente Steuerzahler auf.

Auf der Strecke bleiben genau jene „A“s, die die Stadt zur Stadt machen – alteingesessene SeniorInnen und Familien, ArbeiterInnen und MigrantInnen, die Zürich täglich nähren, putzen und bauen, das (kreative) Kleingewerbe, alternative Strukturen, die sich dem Verwertungszwang widersetzen, Marginalisierte, denen die Gesellschaft keinen Platz zugesteht. Sie wie auch alle andern, die sich Zürich nicht mehr leisten können, werden an die Ränder geschoben, verdrängt, diffamiert, reprimiert.

Wir wissen, wem Zürich gehört: Allen. Damit unsere Stadt auch weiterhin bunt und lebendig bleibt. Dafür setzen wir uns ein.